Mittwoch, 18.03.2020 - 08:30 - 11:30 Uhr

An fast allen medizinischen Fakultäten in Deutschland sind mittlerweile Kommunikations-Curricula fest etabliert. Kommunikative Kompetenz definiert einen der zentralen Rollenaspekte des Arztberufs. Eine große Herausforderung in der Lehre stellt dabei die Integration unterschiedlichen Fächer in die Curricula dar. Zudem erfordert der hohe Stundenumfang in der Lehre (bedingt durch die Anzahl der zu vermittelnden Lernziele) und die Durchführung der OSCE-Prüfungen qualifizierte Dozierenden in ausreichender Zahl, die sich zudem bezüglich der konkreten Inhalte untereinander abstimmen müssen. An den meisten Fakultäten wird kommunikative Kompetenz schwerpunktmäßig durch ein Fach gelehrt, welches der sog. sprechende Medizin sich zurechnet: oft ist dies die Psychosomatische Medizin, Allgemeinmedizin oder medizinische Psychologie. Allerdings sind die Anforderungen an die Organisation und Durchführung der Kommunikations-Curricula durch ein einzelnes Fach mittlerweile kaum mehr zu leisten. Psychosomatik und Allgemeinmedizin sind beides Fächer der sprechenden Medizin und bereits über die Psychosomatische Grundversorgung in der Fortbildung miteinander verbunden. Insofern erscheint eine Kooperation beider Fächer auch in der Lehre der Kommunikation ideal. In der Master-Class sollen Möglichkeiten und Chancen, aber auch Probleme einer solchen Kooperation diskutiert werden, mit dem Ziel Rahmenbedingungen für eine solche Kooperation zu erarbeiten und anhand konkreter Modelle (CoMeD-Kommunikations-Curriculum, Düsseldorf) reflektiert werden.
Die Master-Class richtet sich an Mitarbeiter der psychosomatischen und allgemeinmedizinischen Abteilungen, die bereits in der Lehre von Kommunikation engagiert sind und sich für Möglichkeiten der besseren Integration und strukturellen Weiterentwicklung der Kommunikations-Curricula interessieren.

Vorsitz: O. Reddemann (Köln); A. Karger (Düsseldorf)

Mittwoch, 18.03.2020 - 12:00 - 15:00 Uhr

Im Workshop werden wichtige Schlüsselbehandlungsinterventionen der PTBS vorgestellt und an Beispielen und Videos verdeutlicht. Insbesondere wird besprochen, wann, warum und in welchen Formen imaginatives Nacherlebens (Traumakonfrontation) durchgeführt werden sollte. Des Weiteren wird der Umgang mit häufig auftretenden, schwierigen Emotionen wie z.B. Schuld & Scham sowie der mit dysfunktionalen kognitiven Strategien (z.B. Grübeln) geübt.

Vorsitz: T. Michael (Saarbrücken)

Mittwoch, 18.03.2020 - 12:00 - 15:00 Uhr

Vor dem Hintergrund neuer neurobiologischer, psychoendokrinologischer und epigenetischer Erkenntnisse erfolgt eine genauere Darstellung des (fachlich oft missverstandenen) „bio-psycho-sozialen“ Schmerzverständnisses und seine Bedeutung für das Verständnis stressinduzierter Schmerzzustände als Grundlage einer individualisierten („personenbezogenen“) Schmerztherapie. Daraus werden die Konsequenzen für die diagnostische Abgrenzung stressbedingter Schmerzzuständen abgeleitet. Vor diesem Hintergrund werden die Prinzipien eines hochwirksamen bio-psycho-sozialen Therapiekonzept dargestellt und anhand von Videos illustriert. Schließlich werden Ansätze für künftige Forschungsfragen skizziert.

Vorsitz: U. T. Egle (Zürich, Schweiz)